Wednesday November 02, 2011 at 16:47

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“Während die psychoanalytische Theorie erkennt, daß die Krankheit des Einzelnen letzten Endes durch die Krankheit seiner Zivilisation verursacht ist und durch sie fortdauert, bemüht sich die psychoanalytische Therapie darum, den Einzelnen zu heilen, damit er fortfahren kann, als Teil einer kranken Zivilisation zu funktionieren, ohne sich ihr ganz und gar zu unterwerfen. Die Akzeptierung des Realitätsprinzips, mit der die psychoanalytische Therapie endet, bedeutet die Akzeptierung der kulturellen Reglementierung der Triebbedürfnisse, besonders der Sexualität durch den Einzelnen (…) geistige Gesundheit ist erfolgreiche, wirksame Resignation.”

— Herbert Marcuse - Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud, Frankfurt/Main 1995 S.241 (via kotstulle)

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